WAAN

COULEUR 8

Offener Projektwettbewerb, Integra Hauptgebäude Wohlen Aargau, 2011

Eingliederung: Die Parzelle, auf welcher das neue Integra Hauptgebäude geplant ist befindet sich zwischen Industrie- und Wohnzohne und bildet somit eine Schnittstelle inmitten zwei architektonisch gegensätzlichen Kontexten. diese Gegebenheit wurde in der Formgebung und Strukturierung des Gebäudes berücksichtigt. das Volumen wurde so gewählt, dass es sich als Ganzes harmonisch in die umliegende Industrie Zone mit seinen großflächigen bauten einfügt. die Strukturierung des Gebäudes hingegen basiert auf den kleineren, punktuell angeordneten bauten und widerspiegelt die auf der Südseite gelegene Wohnzone. das Gebäude fügt sich so optimal in den ortsbaulichen Kontext ein und schlägt eine Brücke zwischen industriellem design und der Architektur heimeliger Einfamilienhäuser.


Ausrichtung und externe Erschließung: Dit der bestehenden Baumallee und der natürlichen Höhendifferenz zu Allmendstrasse definiert sich ein einladender begegnungsraum entlang der Parzelle. das Gebäude befindet sich daher im vorderen Teil und richtet sich gegen die wohnzohne auf der Südseite aus. die Parkplätze und Anlieferung befinden sich entsprechend hinter dem Gebäude auf der industriellen Seite der Parzelle und werden über die bestehende Zufahrtsstraße erreicht. da die Verkehrserschliessung auf dieser Seite des Gebäudes erfolgt, befindet sich der Eingangsbereich am Schützenmattweg und ist so von allen Seiten gut ersichtlich.

 

Interne Erschließung: Die verschieden Groß angeordneten Volumen des Gebäudes verhindern einerseits zu lange Korridore, andererseits entstehen durch die Geometrie breitere Räume, die in den oberen Etagen als Begegnungszonen genutzt werden können. die vertikale Erschließung im Äußeren Teil des Gebäudes erlaubt eine einfache und klare Organisation der Fluchtwege. die Besucher können sich zudem einfacher orientieren, da die Korridore nicht gefangen und die Sicht nach Außen so möglich ist.

 

Raumkonzept: Das Gebäude wurde in zwei Bereiche aufgeteilt. das Erdgeschoss umfasst den öffentlichen Sektor während die beiden Obergeschosse die Ateliers und Werkstätten beinhalten. so wird gewährleistet, dass unbefugte Gäste nicht Zutritt in private Räumlichkeiten erhalten. die Nutzung der Räumlichkeiten wird in Blöcken organisiert. jeder block umfasst dabei einen Arbeitsbereich. das Konzept wird durch die Farbgebung unterstützt, was eine einfache Orientierung im Gebäude ermöglicht. die einzelnen Bereiche werden pro Etage durchmischt, die Verwaltung ist auf beiden Etagen zugänglich und die Arbeitsräume der kreativ Werkstatt befinden sich neben der Produktion. so wird der Austausch zwischen den einzelnen Abteilungen gefördert.